Java ist vor allem für Kaffee bekannt. Was viele nicht wissen: Die Insel hat eine lange und eigenständige Teetradition, die im Schatten der großen Anbauländer Indien und China steht, aber für Kenner längst kein Geheimnis mehr ist. Seit fast 200 Jahren wächst auf Java Tee, und wer einmal einen guten Java-Tee in der Tasse hatte, versteht schnell, warum diese Tradition bis heute lebendig geblieben ist.
Eine Insel mit zwei Gesichtern
Die meisten Menschen kennen Java als Ursprungsland des Kaffees. Dabei ist die Insel landschaftlich wie klimatisch wie geschaffen für den Teeanbau. Vulkanisch fruchtbare Böden, ein tropisches Bergklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und ausgeprägte Höhenlagen schaffen Bedingungen, die dem Tee genau das geben, was er braucht: langsames Wachstum, reife Aromen und einen unverwechselbaren Charakter.
Der überwiegende Teil der javanischen Teegärten liegt im Westen der Insel, in der Provinz Westjava, wo die Berge hoch genug sind, um den Wolken nah zu sein.
Wo dieser Tee wächst
Der Java Jade Oolong Halimun wächst inmitten des Nationalparks Gunung Halimun, einem der letzten großen Regenwaldgebiete Javas, wo Teeanbau und Naturschutz seit Jahrzehnten Hand in Hand gehen. Die Gipfel ragen fast 2.000 Meter in die Höhe und sind die meiste Zeit des Jahres in dichten Nebel gehüllt. Kein Zufall, dass „Halimun“ im Sundanesischen schlicht „nebelig“ bedeutet.
Vulkanisch fruchtbare Böden, feuchte Bergluft, ein naturgeschütztes Umfeld und der ständige Wechsel zwischen Wärme und Kühle der Höhenlage, das sind die stillen Zutaten, die diesem Tee seinen besonderen Charakter geben. Tee, der unter solchen Bedingungen wächst, braucht keine Aufmerksamkeit einzufordern. Er bringt sie von selbst mit.
Was Oolong besonders macht
Oolong ist die vielleicht faszinierendste Teekategorie überhaupt. Er steht zwischen Grüntee und Schwarztee, teilweise oxidiert, weder das eine noch das andere, sondern etwas Eigenes. Je nach Oxidationsgrad kann ein Oolong frisch und blumig wirken oder tief und würzig, manchmal beides in einer Tasse.
Der Java Jade Oolong gehört zur leichteren, fruchtigeren Seite dieser Kategorie. Das gerollte Blatt entfaltet seinen Charakter erst im Aufguss vollständig. Was dann in der Tasse landet, ist ein zart fruchtiges Aroma mit einer feinen Pfirsichnote, rund, mild und ohne jede Schärfe. Ein Tee, der nicht dominiert, sondern begleitet.
Wer Oolong bisher nur aus Taiwan oder China kannte, wird hier eine andere, ruhigere Interpretation entdecken. Java bringt weniger Intensität, dafür mehr Weichheit und eine tropische Leichtigkeit, die man so kaum woanders findet.
Zubereitung
Für einen optimalen Aufguss empfehlen wir Wasser mit etwa 70 bis 80 Grad, eine Menge von rund 2 Gramm (das entspricht einem Teelöffel) pro 250 ml und einer Ziehzeit von 2 bis 3 Minuten.
Der Tee lässt sich gut zwei bis drei Mal aufgießen, wobei jeder Aufguss ein leicht anderes Aroma zeigt.
Eine Rarität aus dem Naturschutzgebie
Dieser Tee wächst in einem geschützten Wald, weit weg vom Alltag, aus kontrolliert biologischem Anbau. Eine feine Rarität, die man nicht jeden Tag findet. Erhältlich ab 100 Gramm, direkt aus Überlingen zu Ihnen nach Hause.
