Zarte Knospen – Tee und das schöne im Leben

Der Táng-Poet Yüan Wei-Chih wurde einmal von anderen Teeliebhabern aufgefordert,
in einem Gedicht zusammenzufassen, was ihm bei dem einfachem Wort „Tee” einfiel.
Er reagierte darauf mit einem Pagodengedicht:

Tee
zarte Knospen
duftende Blätter
Gefährte der Poeten
Heißgeliebter der Einsiedler
Geschirr aus milchweißer Jade
Serviette aus rotem Sarsenett
tief bernsteinfarbenes Gebräu
Befreiung von pedantischem Formalismus
vertreibt den berauschenden Dunst des Weines
des Abends passt er gut zu schimmerndem Mondschein,
in der Morgendämmerung zum karmesinroten Wolkenhimmel überbrückt
die Kluft zwischen uns und den Generationen von einst

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