Bio Tee – Ein Beitrag zur Nachhaltigkeit    

Bio EU/Nicht EU LandwirtschaftDie Situation auf dem Teemarkt
Der deutsche Teemarkt befindet sich im Wandel, waren noch vor ein paar Jahren Biotees ausschließlich in Naturkostläden als Zusatzartikel im Sortiment zu finden, hat sich endlich der deutsche Teefachhandel der Sache angenommen und vertreibt mehr und mehr hochwertige Qualitätstees aus kontrolliert biologischem Anbau. Der Anteil der biologischen Tees liegt inzwischen bei ca. 5 Prozent das entspricht ca. 1000 Tonnen im Jahr, mit steigender Tendenz. Wobei der Anteil im Grünteebereich sogar bis zu 10 Prozent geschätzt wird.

Warum Bio Tee?
Biologische Produkte schonen die natürliche Pflanzen- und Tierwelt und helfen das Leben unserer Kinder und zukünftiger Generationen nachhaltig zu sichern.

Seit Jahren werden konventionelle Tees auf Rückstände untersucht und an Hand der gesetzlichen Bestimmungen z.B. die Höchstmengenverordung, auf den Markt gebracht. Es wird somit der Mindestanspruch auf die Verkehrsfähigkeit der im Handel befindlichen Tees garantiert.
Im Vergleich zu konventionell angebauter Ware wird bei biologischen Produkten aber konsequent auf den Einsatz von Herbiziden, synthetischen Pestiziden, treibenden Mineraldüngern und gentechnischen Pflanzen- und Saatgut verzichtet. Vorreiter dieser konsequenten Anbauweise sind z. B. Demeter, die nach den Grundsätzen der biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise arbeiten. Schon 1928 wurde das Demeter-Warenzeichen eingeführt und zählt somit zu den ältesten Organisation einer natürlichen Anbauweise. Eine weitere Organisation ist Bioland, die Wirtschaftsweise der Bioland-Betriebe basiert auf einer Kreislaufwirtschaft – ohne synthetische Pestizide und leichtlösliche Stickstoffdünger.

Wie werden Rückstände nachgewiesen/ gibt es Studien?
Rückstände im Tee waren immer wieder Gegenstand der öffentlichen Diskussion.
Die deutschen Importeure und der deutsche Teeverband untersuchen die Tees in regelmäßigen Abständen auf Rückstände und auf die Verkehrsfähigkeit um dem Verbraucher die Sicherheit bei konventionellen Lebensmittel zu garantieren.

Kostet Bio Tee mehr?
Berücksichtigt man den Mehraufwand (z.B. durch die Zertifizierung der europäischen Kontrollinstitute und der nachhaltigen Verbesserung des sozialen Umfeldes auf den Teeplantagen, gerechtere Handelspreise mit den Ursprungsländern etc. ) kosten diese Tees heutzutage unwesentlich mehr. Außerdem hängt der Preis, genauso wie bei den konventionell angebauten Tees, von der geernteten Menge und Qualität der Tees ab.
Bedenkt man den Zusatznutzen für Mensch und Natur ergeben sich für uns und unsere Nachfolgenden Generationen einen nicht in Geld zu messenden Effekt.

Sinn und Zweck von Tee aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA)

Ökologische Landwirtschaft – so lautet die offizielle deutsche Bezeichnung – ist definiert durch die Basisrichtlinien der IFOAM ( International Federation of Organic Agriculture Movements ) und seit 1992 auch europaweit durch eine EG – Verordnung definiert.
Biologischer Anbau bedeutet, die Herstellungsprinzipien auf der Grundlage eines gesunden, ökologischen Herstellungssystems mit den wirtschaftlichen Notwendigkeiten zu verknüpfen. Gerade in unsere heutigen Zeit, in der viele Menschen an Allergien und gesundheitlichen Problemen leiden, ist es wichtig, Lebensmittel zu produzieren, die ohne Einsatz von schädlichen Zusatzstoffen, wie chemischen Pflanzenschutzmittel, Pestiziden und Fungiziden auskommen.

Im Ökologischen Teeanbau sucht man nach konkreten Alternativen um die sensiblen Ökosysteme zu schützen und neu aufzubauen. Statt chemischen Pflanzenschutzmittel setzt man vermehrt auf umsichtige Nutzung der Anbauflächen und die Verwendung von Kompost zur Herstellung hochwertiger Tees.

Belebung wird besonders durch die Wurzeln der Pflanze in den umliegenden Boden weitergeführt. Nährstoffe und Spurenelemente stammen auch aus den Mineralien des Bodens. Zwischen diesen Elementen und den Wurzeln der Pflanze gibt es eine lebende Brücke gebaut von Bakterien, Würmern und anderen Tieren. Auf natürliche Weise nehmen diese Organismen an mehreren Entwicklungen teil, wie an der Zusammenarbeit organischer Materialien, der Entstehung des Humus und Pflanzenhormonen.

Bei der Bewirtschaftung in der ökologischen Landwirtschaft
wird vor allem auf folgende Punkte geachtet:

Keine Verwendung von synthetischen Pestiziden
( Herbizide, Insektizide, Fungizide )

Die Anwendung von synthetischen Stickstoffdüngern ist untersagt.
Stickstoff als Dünger kann nur zugeführt werden als Bestandteil von
organischen Düngern oder Kompost.
Die Verwendung leichtlöslicher Phosphate und chlorhaltiger Kalidünger
ist ebenfalls untersagt.
Ein landwirtschaftlicher Betrieb wird als Einheit betrachtet.

Es ist deshalb nicht akzeptabel, dass er nur teilweise oder kurzfristig ökologisch bewirtschaftet wird.

Die Forderungen und Richtlinien zielen darauf ab, die Bodenfruchtbarkeit zu steigern, einen vielartigen Anbau zu realisieren, die Pflanzengesundheit zu stärken sowie den Betriebskreislauf weitgehend geschlossen zu halten.